Autor: Santiago Eliseo Jáuregui

Studieren: Das bedeutet für viele nicht nur lernen und volle Hörsäle, sondern auch Campusleben, Kulturveranstaltungen, vielleicht der Umzug in eine komplett neue Stadt, eigene Erfahrungen und vor allem neue soziale Kontakte. All das wurde den meisten Studierenden in Rheinland-Pfalz aufgrund der Corona-Pandemie seit 2020 verwehrt. Denn die Bekämpfung des hochgefährlichen Virus verlangte von der gesamten Gesellschaft Opfer zu bringen, weshalb die Studierenden auch ohne größere Proteste zur digitalen Lehre wechselten, welche die vergangenen Jahre in unserem Bildungssystem dominierte. Dies blieb nicht folgenlos, denn gerade Studierende, welche während der Pandemie ihr Studium begonnen haben, kämpfen damit Anschluss an wissenschaftliche Bildung zu knüpfen. Die digitale Lehre sorgte nämlich nicht nur dafür, dass Kontakte reduziert wurden, sondern schuf auch hohen Hürden in der Lehre, unter welchen besonders sozial benachteiligte Studierende zu leiden hatten. Als wäre all das nicht genug, so hat der paritätische Wohlfahrtsverband 2020 festgestellt, dass inzwischen 30% der Studierenden in Armut ...