Kommende Veranstaltungen

Hallo ihr Lieben! Im Wintersemester 2022/23 organisiert der Arbeitsbereich für politische Bildung wieder einige spannende Veranstaltung. Schaut immer immer mal auf dieser Website oder auf Instagram (@politischebildung.asta.mainz) vorbei für aktuelle Infos!

 

28.11. Vortrag: Das globale System des Fußballs und die WM in Katar. Mit Raphael Molter und Krishna Shestra

Wo? 18:30 Uhr, HS 20 (00-131, PhysChem)
Was? Wie ist die Lage migrantischer Arbeiter*innen vor Ort und wie sehen die dortigen Arbeitskämpfe aus? Wie lässt sich die WM in Katar in das globalen, kapitalistischen Fußball einordnen? Wie reagieren Medien, Wissenschaftler*innen und Fußballfans auf die »Blut-WM«? Wie kann eine marxistische & materialistische Perspektive auf Fußball gelingen? Wie können Ideen der globalen Gerechtigkeit in der Sportindustrie aussehen?

Krishna Shestra ist migrantischer Arbeiter aus Nepal in Katar und arbeitet seit 8 Jahren für ein globales Unternehmen. Er ist Aktivist und Mitbegründer einer migrantischen nepalesischen Selbstorganisation mit Standorten in Katar, Saudi-Arabien, Oman, VAE, Bahrain, Kuwait und Malaysia und deren Vertreter in Katar.

Raphael Molter ist Politikwissenschaftler & Autor. Sein Buch „Friede den Kurven, Krieg den Verbänden. Fußball, Fans und Funktionäre – Eine Herrschaftskritik" erschien im Juli diesen Jahres im PapyRossa Verlag.

08.12. 19 Uhr Vortrag: Stop Trinity! Warum E-Autos eine Scheinlösung sind & was wir gemeinsam dagegen tun können!

Wo? Der Ort wird noch bekannt gegeben

Was? Volkswagen plant den Bau einer riesigen neuen Fabrik nördlich des Stammwerks in Wolfsburg. Auf über 130 Hektar soll die vollautomatisierte Produktion der E-Limousine „Trinity“ entstehen, die dann ab 2026 zu tausenden aus dem Werk fahren sollen. Aber nicht mit uns. Wir sagen: Keine neue Autofabrik! Nicht in Wolfsburg und auch nirgendwo anders! In Zeiten von Energiekrise, Klimakatastrophe und Artensterben können wir nicht weiter landwirtschaftliche Flächen versiegeln, für eine Karre, die niemand braucht. Eine vollautomatisierte Fabrik schafft darüber hinaus keine Sicherheit für die Beschäftigten vor Ort, sondern sichert allenfalls die Gewinne der Aktionäre.

Der Vortrag berichtet über die Kampagne, bei der sich Klimaaktivist*innen zusammen mit den Beschäftigten von VW für eine nachhaltige Transformation einsetzen!

 

12.12. Einführungsvortrag: Was ist Inflation? mit Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt

Wo? 18:30 Uhr, HS 20 (00-131, PhysChem)
Was? Die Inflation war lange Zeit nur ein imaginiertes Problem: Mehr als ein Jahrzehnt lang warnten Crash-Propheten vor ihr, doch sie blieb immer aus. Eher war eine deflationäre Tendenz zu beobachten. Nun aber ist die Inflation da. Hatten die Mahner etwa immer schon Recht? Keineswegs, denn es ist nicht die lockere Geldpolitik der Zentralbanken, die für rasant steigende Preise sorgt. Grund für die Inflation sind externe Schocks wie Krieg, Corona und Lieferengpässe. Mit Blick auf die künftigen Krisen und auf die Demographie könnten wir möglicherweise sogar eine lang andauernde Stagflation bekommen. Was also tun? Wie kann die Inflation gestoppt werden? Wer sollte entlastet und wer zur Kasse gebeten werden? Wie sieht eine progressive Wirtschafts- und Geldpolitik für dieses Jahrzehnt aus?

Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt sprechen im Podcast “Wohlstand für Alle” wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch wird ein anderes Wirtschaftsthema behandelt und einen anderer Blick auf ökonomische Zusammenhänge geworfen.

Zusammen haben sie 2021 bei Suhrkamp das Buch „Influencer. Die Ideologie der Werbekörper“ veröffentlicht.

19.12. Einführung in die Klassentheorie mit Kim Lucht

Wo? 18:30 Uhr,  HS 20 (00-131, PhysChem)
Was? Die Idee des Vortrags ist es, einen Überblick über das Thema zu geben und Fragen zu beantworten wie: Wie sieht die marxistische Klassentheorie aus? Wieso sprechen wir heute von einer Wiederkehr der Klassen? Wie kann eine zeitgemäße Klassenanalyse aussehen? Welche Kategorien (Geschlecht, Rassismus etc.) spielen dabei ebenfalls eine Rolle?

 

Vergangene Veranstaltungen

 

+++ Vortrag & Ausstellung: „Plauen und der III. Weg +++

Wann? 11.07.2022, 20 Uhr

Wo? DGB Haus, Kaiserstraße 26, 55116 Mainz

Anfang 2020 begleitete die französische Journalistin Prune Antoine den Stützpunktleiter des III. Weg in Plauen, Tony Gentsch, bei seinem Treiben. So entstand eine mehrteilige Reportage zur Neonazi Partei, die illustriert wurde mit Karikaturen des Zeichner Piet.

Der Vortrag „Nicht vom Himmel gefallen: Plauen und der III. Weg“ dient als Impuls für Gesprächsformate und Austausch.

Die Veranstaltungen werden organisiert von dem Kollektiv für Emanzipation.

+++Vortrag: Antisemitismus & Verschwörungsideologien+++
Wann? Mittwoch, 13.07.22 – 18 Uhr ct
Wo? P4, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, Uni Mainz,

Worum geht’s?
Bei dem Vortrag sollen antisemitische Einstellungen und Handlungen und der Zusammenhang zu Verschwörungsideologien betrachtet werden. Nach einer Erörterung über Antisemitismus und seinen historischen bzw. unterschiedlichen Erscheinungsformen, werden Kennzeichen und Funktionen von Verschwörungsideologien beleuchtet. Dabei stehen aktuelle Varianten im Vordergrund, bei denen unter anderem struktureller Antisemitismus als wichtige Form einer autoritären Grundeinstellung zu erkennen ist. Die inhaltlichen und organisatorischen Zusammenhänge weisen dabei über die Extreme Rechte hinaus. Daher wird dieser Verbindung widersprüchlicher Milieus besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Luis Caballero ist Mainzer Soziologe, u.a. mit den Forschungsschwerpunkten Demokratietheorie und empirische Demokratieforschung, Extreme Rechte und Rechtspopulismus sowie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit mit den Schwerpunkten Antisemitismus und Rassismus. Er ist Mitglied der Forschungsgruppe "Extreme Rechte und Rechtspopulismus in Rheinland-Pfalz" und publiziert regelmäßig zu diesen Themenfeldern, so beispielsweise: "Entwicklung der extrem rechten und rechtspopulistischen Szene unter besonderer Berücksichtigung von Rheinland-Pfalz" Mainz 2021.
Es gibt keine Anmeldung, ihr könnt einfach vorbeikommen. Es wird darum gebeten, eine Maske zu tragen, bis ihr auf eurem Platz seid. Wir freuen uns auf euch!

+++ Theaterstück: Die Falle! +++

Wann? Samstag, 23.07.22 – 20 Uhr
Wo? Haus Mainusch

«Die Falle» ist eine Geschichte über die geschlossene EU-Außengrenze und ihre Missverständnisse. Man kann nicht an der Küste leben, ohne die andere Seite wenigstens einmal gesehen zu haben. In Tanger, Algier oder Tunis sitzen selbst die Katzen im Hafen und schauen auf die andere Seite. Alle wollen dahin. Die meisten träumen davon. Die jungen Leute, die es schaffen in Europa zu landen, versuchen alles, um nicht wieder mit leeren Händen zurückzukehren. Illegalität, Kriminalität und die ständige Angst abgeschoben zu werden sind ihr Alltag. Riadh Ben Ammar ist Theatermacher und Mitglied des transnationalen Netzwerkes «Afrique Europe Interact». Er lebt in Deutschland.

Mehr über Riadh Ben Ammar:

Riadh Ben Ammar ist Anfang der 2000er Jahre von Tunesien nach Deutschland gekommen. Lange war er in einem Flüchtlingslager in Mecklenburg-Vorpommern untergebracht, inzwischen lebt er zwischen Tunesien und Deutschland und ist einer der Gründer von Afrique-Europe-Interact.
Seit vielen Jahren führt Riadh Theaterstücke auf. Sein erstes Stück “Hurria!” handelte vom arabischen Frühling in Tunesien und was dieser mit der Forderung nach Bewegungsfreiheit zu tun hat – inzwischen sind mehrere Theaterstücke dazugekommen.
Riadh präsentiert seine Theaterstücke nicht nur auf klassischen Theaterbühnen, sondern spielte auch breits in Parks, Schulklassen, Hinterhöfen, auf Kundgebungen und Konferenzen. Zuletzt wegen der Coronapandemie auch online.

+++16.07. Demo gegen die neonazistische Partei „Neue Stärke (NS)“ +++

Die NS hat für den 16. Juli mit martialischen Worten, die u.a. „das Vaterland zur Tat“ rufen, einen Aufmarsch in Mainz angekündigt. Bisher konnten solche Aufmärsche in Mainz noch immer von breiten zivilgesellschaftlichen Bündnissen verhindert werden. Das soll auch so bleiben.

Gruppen wie Attac, Omas gegen Rechts, DGB und auch wir als AStA organisieren an diesem Tag zusammen mit Students For Future verschiedene Gegendemos, Kundgebungen und Protest. Es darf nicht zugelassen werden, dass Neonazis in Mainz marschieren und Angst und Hass verbreiten. Das Bündnis wendet sich an alle demokratisch, gewerkschaftlich, religiös, antirassistisch oder antifaschistisch engagierten Menschen: Lasst uns gemeinsam den Nazis friedlich und entschlossen entgegentreten und deutlich machen, dass es auch in Mainz keinen Platz für nationalistische, rassistische, antisemitische und sexistische Propaganda geben darf.

Unser Treffpunkt: 11 Uhr an der Unihaltestelle!

Mehr Infos zur Demo findet ihr auf Instagram unter: http://www.rechte-kampfkultur-entwaffnen.org/ und  @rkkentwaffnen (auf Instagram), sowie unter: https://mainzimwandel.de/termine/kein-naziaufmarsch-in-mainz-mainz-stellt-sich-quer/

+++ Tweet-Aktionen des AStAs +++

Ein Blick auf unsere AStA-Plakatwände lohnt sich immer, um interessante Veranstaltungen, Vorträge und Partys mitzubekommen. Seit kurzem verteilen wir dort von Zeit zu Zeit auch Tweets

Vergangene Veranstalltungen:

Raumlink: https://bbb.rlp.net/b/sch-pqv-yww-puc

Ursachen, Entwicklungen & Lösungen für die Wohnungskrise - Deutsche Wohnen & Co. enteignen

Termin: 26.01.22, Beginn: 18 Uhr ct - In Kooperation mit der Hochschulgruppe Besetzung

Die Wohnsituation in Berlin ist seit Jahren angespannt: explodierende Mieten, Spekulation und Wohnungsnot bedrohen die Lebensgrundlage vieler Menschen. Einen vieldiskutierten Lösungsansatz liefert die Initiative „Deutsche Wohnen und Co enteignen!“: Sie will durch einen Volksentscheid etwa 240.000 Wohnungen von großen Immobilienkonzernen vergesellschaften. Die Möglichkeit dafür schafft Artikel 15 des Grundgesetzes.

Doch wie ist die Wohnungskrise in Berlin und anderen Städten überhaupt entstanden? Wie lassen sich steigende Mieten erklären und welche Handlungsoptionen gibt es? Wie ist die Initiative „Deutsche Wohnen und Co. enteignen!“ aufgebaut, wie hat sie sich entwickelt und was sind ihre genauen Forderungen?

Wir laden euch herzlich ein zum Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde mit Aktiven der Hochschulgruppe von Deutsche Wohnen & Co. enteignen aus Berlin!

Unser Geld für die AfD? Warum die Desiderius-Erasmus-Stiftung nicht mit Steuergeldern finanziert werden darf - Katja Böhne

Termin: 02.02.22, Beginn: 18 Uhr ct

Bei der Wahl am 26. September 2021 zog auch die AfD wieder in den Bundestag ein. Damit stehen wir vor einer Katastrophe, vor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt schon lange warnt.

Denn weil es in Deutschland kein Stiftungsgesetz gibt, ist es wahrscheinlich, dass nun auch die Desiderius-Erasmus-Stiftung der AfD durch unsere Steuergelder finanziert wird. Das passiert in Deutschland immer dann, wenn eine Partei zum zweiten Mal in den Bundestag einzieht. Millionen an Geldern für eine Partei und ihre Stiftung, die mit ihrer Ideologie viele Menschen aus der Gesellschaft ausschließen will? Millionen an Steuergeldern für Hass und Hetze? Eine Stiftung, die den „vorpolitischen Raum“ erobern und damit den gesamt-gesellschaftlichen Diskurs vergiften will? Genau das wollen die Bildungsstätte Anne Frank und viele ihrer Mitstreiter*innen verhindern. Bei diesem Vortrag sollen zum einen die Problematik der AfD-Stiftung, der fehlenden Stiftungsfinanzierung und die zögerliche Haltung auf Seiten der Politik aufgezeigt werden. Und dass man etwas dagegen tun kann!

Zur Referetin: Katja Böhne ist Dipl. Politologin und Referentin der Bildungsstätte Anne Frank. Die Bildungsstätte hat mit anderen Organisationen vor dem Hintergrund des absehbaren, erneuten Einzugs der AfD in den Bundestag 2021 die Kampagnen "Kein Geld für die AfD-Stiftung" und "Stiftungtrick der AfD" gestartet. Zahlreiche Unterstützer*innen aus Politik, Kultur und Aktivismus schlossen sich den Kampagnen an und fordern eine Prüfung der Stiftungsfinanzierung und einen entschlosseneren Umgang seitens der demokratischen Parteien mit völkischer Bildung in bürgerlichem Gewand

Umweltgerechtigkeit aus dekolonialer und rassismuskritischer Perspektive

Termin: 07.02.22, Beginn: 18 Uhr ct

Anthropogener Klimawandel, Übernutzung natürlicher Ressourcen, wachsende globale Ungleichheit: Die Auswirkungen der Klimakrise sind bereits deutlich spürbar und das Versagen der Politik allgegenwärtig. Wer angesichts der Klimakrise jedoch nur von anthropogenem (menschengemachten) Klimawandel spricht, begeht einen Denkfehler: Nicht alle Menschen verursachen die Klimakrise gleichermaßen oder haben im Laufe der Zeit von den Treibhausgasemissionen profitiert. Auch die Folgen des Klimawandels treffen nicht alle gleichermaßen.

Der Vortrag beschäftigt sich mit den historischen Verstrickungen von Kolonialismus, Kapitalismus und dem Klimawandel sowie mit der Reproduktion eines globalen Macht- und Gewaltverhältnisses durch angebliche Lösungsstrategien gegen die Klimakrise.

Zum Referenten: Emorinken-Donatus ist 55 Jahre alt, geboren in Nigeria und lebt seit über 30 Jahren in Deutschland. Er ist freier Journalist, Bildungsreferent, Projekt- und Eventmanager, langjähriger Gegner des Shell-Konzerns, Menschenrechtler und Umweltaktivist. Er ist Mitinitiator der Bewegung „Pay Day Africa" und beschäftigt sich mit Themen wie Kolonialismus, Koloniale Kontinuitäten, Reparation, Rückführung kolonialer Raubgüter und systemischem Rassismus. Zudem ist er Mitbegründer und aktuell Sprecher des Bündnis Ökozidgesetz, das sich Anfang 2021 mit dem Ziel gegründet hat, auch in Deutschland Unterstützung dafür aufzubauen, Ökozide - schwerste Umweltverbrechen - als Verbrechen gegen den Frieden zu ahnden, sprich: die Kriminalisierung des Ökozids. In vielen europäischen Ländern steht Ökozid längst auf der politischen Agenda - und auch der Papst und das Europäische Parlament plädieren dafür. Das Bündnis ist eine aktive Gruppe von Aktivist*innen, Eltern und Studierenden aus der Klimagerechtigkeitsbewegung und dekolonialen Bewegungen mit verschiedenen Perspektiven und Expertisen. Das Thema "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" sowie die Dekolonisierung der Klimagerechtigkeit gehören auch zu seinen Themenschwerpunkten.

Onlinevortragsreihe zu Polizeigewalt - Kritische Jurist*innen

Die Kritischen Jurist*innen Mainz laden in Kooperation mit dem Arbeitsbereich für Politische Bildung des AStAs zu einer Onlinevortragsreihe zum Thema Polizeigewalt ein.

07.12.21,19 Uhr, Oury Jalloh und die Rolle der Polizei & Justiz – von der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

13.01.22, 18:30 Uhr, Polizeigewalt im Kontext von Versammlungen – Katrin Raabe von Bürger*innen beobachten Polizei und Justiz

18.01.22, 20 Uhr, Strukturelle Ursachen und Forschungsergebnisse der Forschungsgruppe Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen (KViaPol) von Laila Abdul Rahman

Anmeldung über kjm@students.uni-mainz.de

Analyse der AfD – Kollektiv für Emanzipation

Das Kollektiv für Emanzipation läd in Kooperation mit

dem Arbeitsbereich für Politische Bildung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu folgendem Vortrag ein: Die AfD und die soziale Frage. Ein Vortrag von Stefan Dietl. Am 18.01. ab 19:00 Uhr. Zugangsdaten findet ihr auf unserer Website. Bereits letzte Woche gab es einen gelungenen Vortrag zur Analyse der AfD am Beispiel Rheinland-Pfalz.

Vortrag Nummer 1:

Vortrag Nummer  2: